Presse-Archiv 2010

1.12.10
Quelle: Kiebitz

Fortschrittlicher Bau, Bauherren und beteiligte Firmen zufrieden


Therapiegebäude der Diakonie in Dannenberg fertiggestellt


rs Dannenberg. Der dritte und letzte Schritt der baulichen Neu­auf­stellung der REHA-Dan­nen­berg ist voll­endet. Gestern wurde das zukünftige Thera­pie­ge­bäude der Dia­ko­nie am Dömitzer Damm 6 ab­ge­nom­men. Die REHA-Dan­nen­berg, die Ein­rich­tung zur medi­zi­ni­schen und be­ruf­lichen Reha­bili­ta­tion psychisch kranker Men­schen, ge­hört zu den 'Dia­ko­nischen Ein­rich­tun­gen Wend­land gGmbH'. Der fort­schritt­liche Bau mit Büros, Werk­stätten, Lehr­kü­che, Arzt-, Be­hand­lungs- und The­ra­pie­räumen hat rund 1000 Qua­drat­meter an Funk­tions­flä­chen auf zwei Ebenen und kos­te­te knapp 1,3 Millionen Euro.

Im vergangenen Jahr hatte die Diakonie be­reits zwei Wohn­heime - ebenfalls mit dem Bau­unter­nehmer Michael Wieczorek - für die REHA-Dannen­berg mit ins­ge­samt 22 Plätzen am Quer­deich und im Deve­lang neu ge­baut und be­zogen. Alle 30 Plätze der REHA-Dan­nen­berg - die 22 statio­nären Plätze, zwei am­bu­lante sowie sechs weitere zur reinen be­ruf­lichen Reha­bili­tation - seien schon be­legt, in­for­mierte der Geschäfts­führer der Dia­konie, Wolfgang Kraft. Er nannte auch den neuen ärzt­lichen Leiter der Reha-Dannen­berg: Dr. Joachim Ballandat, Arzt für Psychia­trie und Psycho­therapie.

Wie alle Beteiligten freute sich Kraft, dass der letzte Reha-Bau und damit auch die Neu­auf­stel­lung der Ein­richtung voll­endet ist.

Wolfgang Kraft, Geschäftsführer der 'Diakonischen Ein­rich­tungen Wendland gGmbH' ist stolz auf die moderne Reha-Anlage am Dömitzer Damm.

Zufriedene Ge­sichter bei der Schlüssel­über­gabe: Bau­unter­nehmer Michael Wieczorek (v.l.) über­reichte Wolfgang Kraft von der Dia­konie den sym­bo­li­schen Schlüssel des neuen Reha-Zentrums. Architekt Christoph Ahrens und Reha-Leiter Detlef Schüler waren glücklich.
4 Aufn.: R. Seide


Die Reha-Dannen­berg werde eine der "inno­va­tiv­sten und modern­sten Ein­rich­tungen ihr­er Art in Nieder­sach­sen und darüber hin­aus" sein.
Einen Eindruck davon durften sich am Mon­tag Ver­tre­ter der Wirt­schaft, der Ver­wal­tung und der Presse mach­en, als der Braun­schwei­ger Ar­chi­tekt Christoph Ahrens durch die Räume führte. Ob­schon klar die Ziel­forderung vor­lag, den ver­an­schlag­ten Haus­halt in Höhe von 1,3 Mio. Euro für den Bau aller Bereiche in­klu­sive der Außen­anlagen nicht zu über­schreiten, ge­lang dem Archi­tek­ten mit über­wiegend regio­nalen Firmen ein ein­drucks­voller Bau, in dem sich die Reha­bili­tanten sicher wohl fühlen können, und wo sie an­ge­messen in neuen Berufen an­ge­lernt wer­den können. Hin­sicht­lich der Nutz­fläche sei man zwar rund 200 Qua­drat­meter kleiner geworden, was jedoch dem An­spruch des Hauses keiner­lei Abbruch tut.

Andreas Hummelt (rechts) wies die Besucher der neuen Reha-Dannenberg in die Funktions­weise des Block­heiz­kraft­werkes ein.

Die vier kompakten und den­noch groß­zü­gi­gen Arbeits­trai­nings­be­rei­che - Verwaltung, Holz­werkstatt, Haus­wirt­schaft und Garten­bau - sind präg­nant op­tisch von­ein­ander ge­teilt und doch har­mo­nisch inein­ander gefügt. Kurze Wege, helle Räu­me und moderne Mate­ri­alien be­herr­schen das Reha-Zentrum, das über ein eigenes Block­heiz­kraftwerk ver­fügt, für dessen War­tung die Diakonie keinen Cent aus­geben muss, da man einen in dem Münste­raner Andreas Hummelt einen Unter­nehmer fand, der auf eigene Rech­nung die An­lage betreibt, weil er die über­schüssig er­wirt­schaftete Ener­gie ins Netz einspeist. Der Hitz­ackeraner Bau­unter­neh­mer Michael Wieczorek und Ahrens lobten die Diakonie für Weit­blick und die Hand­werker für ihre fach­liche Leistung, die es ermög­lichte, trotz wi­dri­ger Witterungs­ver­hält­nisse, schnell dieses moderne Zentrum zu erstellen.

Der Bauunternehmer Michael Wieczorek zeigte Dannenbergs Bürger­meister Günter Voß die neue Lehrküche.

18.11.10

Quelle: wendland-net


Beim Start ins Berufsleben helfen: Ziel der Jugendwerkstatt


Es wird noch etwas dauern, bis dass der Dannen­berger Ost­bahnhof renoviert ist. Doch etwas ganz Neues hat dort bereits Einzug gehalten: Ein Koch- und Backherd für die Jugendwerkstatt der Diakonischen Ein­richtungen. Die In­be­trieb­nahme des guten Stücks war Anlass, Gästen die Arbeit im Junior­bahnhof vorzustellen.


Junge Menschen für das Kochen begeis­tern und für rund 20 Hungrige ein gutes Mittag­essen zu bereiten: Diese Aufgaben waren am alten Herd kaum noch zu bewältigen. Er war recht be­tagt und bereitete Christiane Hinkelmann, die in der Werk­statt für den Bereich Haus­wirt­schaft zuständig ist, zu­nehmend Kummer. Davon erfuhr Hans-Martin Ulrich aus Gartow, der als ehren­amtlicher Aus­bilder der Johanniter die jungen Leute im Junior­bahnhof mit der Ersten Hilfe vertraut macht. Ulrich wiederum fand in der Unabhängigen Wähler-Gemein­schaft (UWG) seines Heimat­ortes Zu­stimmung für den Vorschlag, den Herd-Kauf aus dem Erlös des Gartower Weihnachts­marktes - ihn ver­anstaltet all­jährlich die UWG - zu fördern. Die Gemein­schaft gab 250 Euro hinzu, nun konnte der Herd, der rund 600 Euro kostete, bestellt werden.


Qualifizierung in Hauswirtschaft und Bautechnik

Die Jugendlichen und jungen Erwachsen, die künftig am neuen Herd kochen und backen, zählen zu den 16 bis 20 Aus­bildungs- und Arbeits­suchenden, denen die Jugend­werkstatt beim Start ins Berufsleben helfen möchte. Zwei Qualifizierungsbereiche gibt es dafür im Ost­bahnhof: Hauswirtschaft und Service sowie Bau­technik und Zimmerei.


Service in der Eisenbahn und beim Catering

Schachtel aufreißen, Inhalt in die Mikrowelle - und fertig, so stellt sich bei vielen jungen Menschen das 'Kochen' dar. Dass es auch anders geht, sollen diejenigen erfahren, die sich in der Jugend­werk­statt für Haus­wirtschaft ent­schieden haben und nun abwechslungs­reiche und schmack­hafte Mahl­zeiten zubereiten. Grund­rezepte werden vermittelt, Varia­tions­möglichkeiten auf­ge­zeigt, auch stehen Ernährungs­lehre, Waren­kunde und Textil­pflege auf dem Plan. Ihr Geschick im Umgang mit anderen Menschen können die 'Haus­wirt­schaftlerInnen' beim 'Service' zeigen - wenn sie etwa im Zug den Bahn­reisenden Getränke und Snacks anbieten oder im Rahmen von Catering-Aufträgen Speis und Trank servieren. Solche Aufträge werden aus­schließ­lich für gemein­nützige Ein­richtungen und für Insti­tutionen erledigt, für die das Gesetz den Einsatz von so genannten Ein-Euro-Jobbern gestattet, betont Wolfgang Kraft, Geschäfts­führer der Dia­konischen Ein­richtungen Wendland. Keines­falls solle der Gastro­nomie Kon­kurrenz gemacht werden.


Parkplatz-Schilder für Castor-Tag gefertigt

Die gleichen Regeln werden auch im Qualifi­zierungs­bereich Bau­technik und Zimmerei beachtet. Die Jugend­werkstatt wolle ja den örtlichen Anbietern keine Aufträge wegnehmen, sondern sei vielmehr um ein gutes Ver­hältnis zum hiesigen Hand­werk bemüht, unter­streicht der Geschäfts­führer, denn: "Wir möchten doch, dass die jungen Leute dort einen Aus­bildungs­platz finden!" Ihr Geschick zeigten die 'Bau­leute' beispiels­weise beim Reno­vieren einer Fried­hofs­kapelle, beim Carport-Bau für eine Kirchen­gemeinde und un­längst im Vorfeld der Castor-Tage, als sie Hinweis­schilder für Bus-Park­plätze und für den Weg zur Groß­kund­gebung an­fertigten. Eine große Aufgabe steht im 'eigenen Haus' bevor, sie heißt 'Renovierung des Ostbahnhofs'. Der Diakonie obliegt dabei das Innere des Gebäudes. Bei den Vor- und Unter­suchungs­arbeiten haben die Jugend­lichen und jungen Erwach­senen bereits mitgewirkt, und auch wenn's richtig zur Sache geht in dem noch recht maroden Hause sind viele fleißige Hände gefragt. Spezielle Arbeiten, etwa im Heizungs- und Elektrobereich, werden selbst­verständlich von Unter­nehmen ausgeführt, bemerkt Wolfgang Kraft.


Gabelstapler-Schein und Erste Hilfe

Fachkundige Anleiter mit ent­sprechen­den Aus­bildungs-Befähi­gungen be­glei­ten in der Jugend­werkstatt die jungen Leute, denen aber nicht nur im Junior­bahnhof, sondern auch außer­halb weitere Möglichkeiten zur Qualifi­zierung geboten werden. Sie können beispiels­weise Lehr­gänge zum Erwerb des Gabel­stapler- oder des Motor­sägen-Scheins besuchen und auch an Erste-Hilfe-Kursen teilnehmen und sich zu Betriebs-Erst­helfern aus­bilden lassen. Betriebs­praktika vermittelt die Jugend­werkstatt ebenso wie den Kontakt zu Stellen, die in besonderen Lebens­lagen gezielte Hilfe anbieten: bei Sucht­problemen etwa oder Schulden.


Rat und Tat bei mancherlei Problemen

Probleme belasten wohl alle jungen Menschen, denen das Team im Juniorbahnhof mit Rat und Tat zur Seite steht. Probleme im persönlichen, im schulischen oder im sozialen Bereich. Es sind junge Leute, die es besonders schwer haben, einen Arbeits- oder Aus­bildungs­platz zu bekommen, fasst die Leiterin der Jugend­werkstatt, Gesche Meincke, zusammen. Sie freut sich, dass die Werk­statt nun laut einem unlängst erhal­tenen Bescheid für weitere drei Jahre Förder­mittel erhält und die Arbeit im Bahnhof mittelfristig gesichert ist. Gefördert wird die Jugend­werkstatt, die es seit Mai 2008 gibt, vom Euro­päischen Sozialfonds, der NBank und der Agentur für Arbeit in Lüchow. Sie ist es auch, die für den Lebens­unterhalt der jungen Menschen sorgt, denn sie alle sind Empfänger des Arbeits­losen­geldes II, auch Hartz IV genannt - und können sich durch ihre Tätig­keiten im Rahmen der Jugend­werkstatt 1,50 Pro Stunde 'dazu­ver­dienen'. "Einige sparen d ieses Geld und legen es zurück, um später zur Fahr­schule gehen zu können", weiß Gesche Meincke.


Auch Pünktlichkeit will gelernt sein

Zwischen 14 und 25 Jahre jung können die Menschen sein, die in der Jugend­werkstatt Förderung finden. Für etwa 12 Monate sollen sie dort mitmachen, aber, so bedauert Gesche Meincke: Es gibt leider immer wieder Ab­brecher. Der durch­schnittliche 'Ver­bleib' liegt bei acht Monaten. In dieser Zeit bemüht sich das Team im Junior­bahnhof auch, den jungen Leuten den Sinn einer Tages­struktur zu vermitteln, unter anderem mit dem Ziel, dass alle pünktlich zur Arbeit erscheinen. Nicht immer gelingt das. Doch einige "schaffen es", und es gibt auch Rück­mel­dun­gen wie: "Der hat jetzt einen Lehr­stelle!" So etwas freut das Werk­statt-Team. "Der Erfolg liegt im Kleinen", sagt Gesche Meincke. Und relativ klein ist auch der Wunsch, den sie noch mit Blick auf den neuen Herd hat: "Schön wär es ja, wenn wir noch eine Dunst­abzugs­haube be­kämen." Vielleicht findet sich ja ein Gönner oder eine Gönnerin!



Foto: Am neuen Herd (von links): Bernd Kreutzkamp von der UWG Gartow, Spenden-Initiator Hans-Martin Ulrich und Christiane Hinkelmann, Leiterin des Bereichs Hauswirtschaft und Service im Juniorbahnhof.


von Hagen Jung, 2010-11-18 12:42

27.10.10

Quelle: wendland-net


Geplant: Ostbahnhof mit Bistro und Wohnungen


Ein Bistro, Wohnungen für junge Menschen, ein neuer Servicebereich mit Fahrtkartenverkauf und Beratung sowie eine freundlich gestaltete Ein­gangs­halle, die auch für Ver­anstaltungen genutzt werden kann: Das und noch mehr möchten die Diakonischen Einrichtungen im Dannenberger Ost­bahnhof verwirklichen.


Die gründliche Sanierung des Bahn­hofs beherrschte am Dienstag­abend die Sitzung des Dannen­berger Aus­schusses für Stadt­ent­wick­lung. Vor Rats- und Ver­wal­tungs­mit­gliedern er­läuterte der Geschäfts­führer der Dia­ko­nischen Ein­richtungen Wend­land, Wolfgang Kraft, wie das Innere des Bahn­hofs ein neues Gesicht bekommen soll. Zur Erinnerung: Die Stadt Dannen­berg hat das Gebäude gekauft und will dessen Äußeres sanieren, die Diakonie als Nutzerin des Komplexes übernimmt das Her­richten der Innen­räume.


Arbeit für junge Menschen

Nach wie vor, so Wolfgang Kraft, wird es im "neuen" Bahnhof Fahr­karten­verkauf und Beratung für das touristische Angebot der Bahn geben. Darum werden sich, wie schon seit geraumer Zeit, im Rahmen des Projekts "Junior­bahnhof" junge Menschen kümmern, denen die Diakonie den jeweiligen Begabungen entsprechend verschiedene Arbeits­möglich­keiten bietet. Ziel ist es dabei, "Ver­mittlungs­hemmnisse" zu beseitigen und den 18- bis 25-Jährigen im Verlauf von einem Jahr oder ein­einhalb Jahren den Weg in den "ersten Arbeitsmarkt" zu erleichtern.


Kulturelles in der Halle

Zu den angebotenen Tätigkeiten der "Jugend­werkstatt" im Bahnhof zählt auch der Einsatz im künftigen Bistro: Snacks, Er­frischungen und warme Getränke soll es dort geben, nicht nur innerhalb des Gebäudes, sondern auch in einem kleinen Außen­bereich. In bescheidenem Umfang werde sich dieser Service gestalten, der nicht als Konkur­renz zur Gastronomie zu betrachten sei, bemerkte Wolfgang Kraft. Die Bahnhofs-Halle soll nach der Reno­vierung nicht nur als Durch­gangs-Raum für Reisende dienen, sondern auch zum Ver­weilen einladen: bei­spiels­weise als Ort für allerlei Kulturelles, dann und wann vielleicht für einen kleinen Markt; auch ist daran gedacht, die Halle für Feiern, etwa Jubiläen, zu vermieten, "mit Catering", wie der Geschäfts­führer sagte.


Neue Toiletten - Klo-Anbau wird abgerissen

Das Erdgeschoss wird weitere Funktions­räume umfassen, so auch für den Jugend­dienst. Eine seiner Aufgaben ist es, Frei­zeit­angebote für sozial schwache Jugend­liche zu schaffen, ihnen etwa Ausflüge zu ermöglichen, die sie sonst nicht bezahlen könnten. Ebenfalls im Erd­geschoss geschaffen werden zeitgemäße sanitäre Einrichtungen, so dass der Dannenberger Bahn­hof endlich wieder eine Toilette hat - auch eine behinderten­gerechte wird dabei sein. Das schon seit Jahren nicht mehr benutzbare schaurige Bahnhofs­klo, ein vor sich hin gammelnder Anbau, wird abgerissen.


Jugendwerkstatt soll beim Ausbau mitwirken

Im Obergeschoss sollen sieben Appartements für das betreute Wohnen junger Menschen eingerichtet werden. Auch eine "Not­wohnung" soll dabei sein für Betroffene, die, so Geschäfts­führer Kraft, "ganz schnell raus müssen" aus ihrem bisherigen Zuhause. Am Innenausbau des Ostbahnhofs werden fleißige Leute des Jugendwerkstatt-Bereiches "Bau­technik", mitwirken. "Bei etwa 10 bis 15 Prozent der Arbeiten - und stets unter fach­kundiger Anleitung" erläuterte Wolfgang Kraft.


Denkmalschutz: Keine Kunststoff-Fenster

So sehr den Mitgliedern des Aus­schusses für Stadt­entwicklung die Pläne der Diakonischen Einrichtungen gefielen, so wenig Sympathie fand die Haltung des Denkmalschutzes zum Thema "neue Fester für den Ost­bahnhof". "Keine Kunst­stoff-Fenster" lautet die strikte Ansage. Holzfenster seien das Gewünschte, allen­falls könne man sich auf Metall­fenster einlassen, machte Kerstin Duncker vom Kreis-Denkmalschutz deutlich.
Warum keine Kunststoff-Fenster, wenn sie sich optisch nicht von Holz­aus­führungen unter­scheiden, fragten mehrere Ausschuss­mit­glieder. Antwort von Kerstin Duncker: Es gelte im Denkmal­schutz der Grundsatz der "Material- und Werk­gerechtigkeit" - und der verbiete bei einem Bau wie dem Ostbahn­hof den Kunst­stoff. Stadtdirektor Jürgen Meyer warnte mit Blick auf mögliche Folge­kosten, immerhin sei in dem alten Gebäude Haus­schwamm festgestellt worden, und selbst, wenn dieser "geblockt" werde, könnten Holz­fenster dem schäd­lichen Pilz einen möglichen Angriffs­punkt bieten. Kerstin Dunker entgegnete, es gebe Erfahrungen, die dieser An­sicht wider­sprechen.


Mehrkosten von rund 125.000 Euro

Werde das Verlangen des Denkmalschutzes nach Holzfenstern erfüllt, könnten womöglich Mehrkosten von rund 125.000 Euro entstehen, war einem Vortrag des Architekten Christoph Ahrens zu entnehmen. Doch genaue Zahlen könnten erst ermittelt werden, wenn der Architekt in die nächsten Arbeits­phasen geht, zu denen auch die Aus­schreibungen gehören. Den Auftrag zu den ent­sprech­enden Arbeiten wiederum darf die Stadt dem Architekten aber aus kompliziert anmutenden Rechts­gründen erst dann erteilen, wenn ihr der Bewilligungs­bescheid über die bean­tragten Förder­gelder vorliegt. Bis zum Ende des Jahres werde das geschehen, kündigte Jürgen Meyer an.


Dachpappe statt Zink?

Eine Lösung des Fenster-Kosten-Problems sei möglich, wenn anderswo am Bau gespart würde, schlug Petra Conradt vom Kreis-Denkmal­schutz vor. Akzeptabel wäre es beispielsweise, statt des geplanten Zinkdaches ein solches aus Dach­pappe, also aus Bitumen­bahnen zu errichten.
Ob der Ost­bahnhof über seinem Eingangsportal wieder eine Uhr bekommt? Denkbar ist dies, sagte Stadtdirektor Meyer - aber darüber müsse noch ge­sproch­en werden, natürlich auch mit dem Denk­malschutz.


Foto: Im Rahmen der gründlichen Sanierung des Ost­bahnhofs soll auch der schon seit langem nicht mehr benutzbare Klo-Anbau (links) verschwinden.


von Hagen Jung, 2010-10-27 11:22

9.8.10

Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung


Wechsel bei "blauen Engeln"


Autohaus Belling liefert in Dannenberg 14 Volkswagen Fox an Diakonie-Pflegedienst aus

maw Dannenberg. Wer viel auf Lüchow-Dannenbergs Straßen un­ter­wegs ist, wird die zwölf blauen VW Fox der Diakonie­station Dan­nen­berg wieder­holt gesehen ha­ben. Ein Unter­schied wird dem flüch­tigen Beobachter in den nächs­ten Tagen aber wohl kaum auf­fallen, nachdem die Mit­arbeiterinnen der häus­lichen Pflege am Freitag in Dannen­berg ihre bis­herigen Autos gegen neue, blau­lackierte Fahr­zeuge getauscht haben.


Umso mehr dürfte die Neuan­schaffung die Fahrerinnen erfreuen, da ihnen nun auf ihren weiten Fahrten auch Radio, Servo­lenkung und Sitz­heizung zur Verfügung stehen. Da sie im gesamten Landkreis unterwegs zu ihren Patien­ten sind, ver­wundert es nicht, das die geleasten alten Fahrzeuge nach drei Jahren Dienstzeit mit Tachoständen jenseits der 20.000 Kilometer zurück an das Auto­haus Belling gehen, wie Geschäftsfüherer Andreas Schmidt berichtet. Nachdem sein Mitarbeiter Rainer Schell die benötigten 28 Unter­schrif­ten vom Geschäfts­führer der Diakonie, Wolfgang Kraft, bekommen hatte, nahmen die Fahrerinnen, von vielen als "blaue Engel" bezeichnet, ihre neuen Schlüssel und ein Präsent des Auto­hauses entgegen. Pastor Klaus-Markus Kühnel, der Vor­sitzende der Gesell­schafter­versammlung der Diakonie, sang ihnen außer­dem ein Ständchen, mit dem er ihnen eine stets gute, sichere Fahrt wünschte.


Die Mehrkosten der Servolenkung, Radio und Sitzheizung seien ver­nach­lässig­bar, so Kühnel. Wichtiger sei, dass die Mitarbeiterinnen den Weg zu ihren nicht stressfreien Einsätzen so entspannt wie möglich zurücklegen könnten, da sei die zusätzliche Ausstattung eine willkommene Entlastung, die sogleich genutzt wurde: Bei der Abfahrt vom Firmen­gelände war aus dem einen oder anderen Fox Musik zu hören.

29.6.10

Quelle: wendland-net · von Hagen Jung · 2010-06-29 09:52


Film-Dreh in Dannenberg - Jugendwerkstatt hilft


Achtung! Dreharbeiten!: Ein solches Schild an der Zufahrtsstraße verriet am Montag, was am Dannenberger Ostbahnhof geschah: Szenen für einen Kinofilm wurden dort aufgenommen. Zu diesem Zweck war das Bahn­hofs­gebäude "auf polnisch" getrimmt worden; die Jugendwerkstatt half dabei.


Ostbahnhof lag kurz im polnischen Rynsk

Was für ein Film es sein wird, wie er heißen soll, ob und wenn ja, welche be­kann­ten Schau­spieler­Innen mit­wir­ken - dazu war am Montag nichts zu er­fahren. Die Film­leute waren nicht den ganzen Tag über vor Ort, und so etwas wie Presse-Infor­ma­tio­nen zu den immerhin in aller Öf­fent­lichkeit stattfindenden Arbei­ten gab es nicht. 'In aller Stille' näm­lich fan­den jene Arbeiten nun wahr­lich nicht statt: Zahlreiche Transportfahrzeuge mit Equipment für den Dreh waren in der Straße zum Ostbahnhof zu sehen, vor dem Gebäude war eine Kamera-Schiene installiert, ein älterer Polski-Fiat und andere Fahrzeuge aus dem Nachbarland standen dort. Über dem Eingang zur Bahnhofshalle war ein Ortsname an­ge­bracht worden: "Rynsk". In Polen gibt es einen solchen Ort, im Raum West­preu­ßen gelegen, zur "deutschen Zeit" hieß er Rheinsberg. Der gelbe Briefkasten der Deutschen Post war durch eine roten polnischen ersetzt worden.


Graffiti an der Fassade übermalt

Mit geholfen, den Dannenberger Bahnhof für einen Tag nach Polen zu 'verlegen', haben junge Menschen aus der Diakonie-Jugendwerkstatt , die im Ostbahnhof ihr Arbeitsdomizil haben. Dies erfuhr wnet auf Anfrage von der Leiterin jener Einrichtung, Gesche Meincke. Zwei Bereiche umfasst die Werk­statt; Hauswirtschaft und Zugdienst - er bietet Reisenden Getränke und Snacks an - sowie 'Bautechnik-Zimmerei'. Acht fleißige Leute der Bautechnik waren schon am Donnerstag und Freitag damit beschäftigt gewesen, die Graffiti an der Fassade des Ostbahnhofs zu übermalen und die Geländer umzulackieren: Dessen Gestänge nämlich zeigte sich bislang in "Diakonie-Blau" - für den Film wurde es mit tristem Grau gestrichen.


Berufsfördernde Maßnahme

Die Jugendwerkstatt gehört mit zum Diakonie-Projekt 'Juniorbahnhof', der auch den Fahrkartenverkauf und die Beratung der Reisenden sowie den Dienst 'Essen auf Rädern' umfasst. Das Angebot der Werkstatt beinhaltet berufs­för­dernde Maßnahmen für sozial benachteiligte junge Menschen. Ziel des Ganzen ist es, den TeilnehmerInnen den Weg zu einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu ebnen.


Einen Tag lang gabs wieder eine Bahnhofsuhr

Die Filmleute sind wieder weg. Mit ihnen verschwand auch die große Bahnhofsuhr, die sie vorübergehend über dem Eingang montiert hatten. Die 'richtige' Uhr vorn am Ostbahnhof gibt es seit Februar 2006 nicht mehr; sie war seinerzeit "aus Kostengründen" abgeschraubt worden.

Foto: Hagen Jung

16.6.10

Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung


Richtkranz über Reha

by Dannenberg Der dritte und letzte Schritt der auch baulichen Neu­auf­stellung der Reha Dannenberg nähert sich der Vollendung. Gestern wurde Richt­fest am künftigen Therapiegebäude gefeiert. Es wird am Dömitzer Damm errichtet. Die Reha Dannenberg, die Einrichtung zur medizinischen und beruf­lichen Rehabilitation psychisch kranker Menschen, gehört zu den Dia­ko­ni­schen Ein­richtungen Wendland. Der Bau mit Büros, Werkstätten, Lehrküche, Arzt-, Behandlungs- und Therapieräumen hat rund 1000 Quadratmeter Funk­tions­flächen und kostet rund 1,2 Millionen Euro.


Umzug für den Herbst geplant

Diakonische Einrichtungen feierten Richtfest des Therapie­gebäudes der Reha Dannenberg

Vor einem Teil des Neubaus des Reha-Therapiezentrums (von links): Architekt Christoph Ahrens, Bau­unter­nehmer Michael Wieczorek, DE-Auf­sichts­rat Klaus-Markus Kühnel, DE-Vorstand Wolfgang Kraft, der neue Reha-Arzt Dr. Joachim Ballandat sowie SG-Bürger­meister Jürgen Meyer.
A.: Ch. Beyer


by Dannenberg. Bauunternehmer Michael Wieczorek muss es als Betei­ligter wissen: Wenn sich an der Zahl von Bauten für soziale Ein­rich­tun­gen die soziale Kompetenz in der Kom­mu­ne ableiten lasse, dann sei Dannen­berg ganz vorn. Gestern wurde in der Stadt erneut Richtfest für ein "sozia­les Gebäude" gefeiert, nämlich für das Therapiezentrum der Reha-Dannen­berg der Diakonischen Ein­rich­tun­gen Wend­land. Die Reha ist eine Einrichtung zur medi­zi­ni­schen und beruf­lichen Reha­bili­tation psychisch kranker Menschen.

Während im vergangenen Jahr be­reits zwei Wohn­heime für die Reha mit ins­gesamt 22 Plätzen im Quer­deich und im Develang neu gebaut und bezogen wurden, findet die Therapie nach wie vor in Gebäuden auf dem Gelände des Johanniter­heimes statt.

Das soll im Herbst Geschichte sein, wenn die Arbeitsbereiche Haus­wirtschaft, Tischlerei und Verwaltung in den rund 1000 Quadratmeter großen und 1,2 Millionen Euro teuren Neubau am Dömitzer Damm um­zie­hen. Für die Gärtnerei wird noch ein Gewächshaus errichtet, die Aus­schrei­bung läuft. Das in Teilen zwei­stöckige neue Gebäude bietet Büros - unter anderem wird die Ver­waltung der Diakonischen Ein­rich­tungen Wend­land dort einziehen - Arzt- und Behand­lungs­zimmer, Therapie­räume, Werk­stätten, Um­kleide- und Sanitär­räume sowie die Lehr­küche mit Speise­raum, zählte DE-Vor­stand Wolfgang Kraft auf.

Er ist froh, dass sich der letzte Reha - Bau und damit auch die Neu­auf­stellung der Einrichtung der Voll­endung nähere. Die Reha-Dannen­berg werde eine der "inno­vativsten und modern­sten Ein­richtungen ihrer Art in Niedersachsen und darüber hinaus" sein.

Im Winter lag der Bau zwangs­weise drei Monate still, abge­sehen davon sei man im Zeit­plan; der Rohbau sei gut gelungen, der Bau­herr zufrieden. Wolfgang Kraft lobte die gute Zu­sam­menarbeit mit dem General­unter­nehmer Michael Wieczorek, dem Architekten Christoph Ahrens aus Braunschweig und den Hand­werkern. Auch der Stadt und der Spar­kasse dankte Kraft für die große Unter­stüt­zung. Er deutete dieses Engagement als einen Ausdruck von Nächsten­liebe, als das Interesse und die Bereit­schaft Menschen in Not zu unter­stützen.

Alle 30 Plätze der Reha Dannenberg - die 22 stationären Plätze, zwei ambulante sowie sechs weitere zur reinen beruflichen Rehabilitation seien belegt, informierte Kraft. Er stellte auch den neuen ärztlichen Leiter der Reha Dannenberg vor, Dr. Joachim Ballandat, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Seit dem 1. April ist er in Dannenberg im Dienst.