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Presse-Archiv
Presse-Archiv 2008
3.8.08
Quelle: Generalanzeiger
Warteliste bereits lang
Diakonie baut Reha-Zentrum mit geteilten Wohn- und Arbeitsbereichen in Dannenberg
"Sie geben psychisch erkrankten Menschen die Chance, zu gesunden und wieder ein normales Leben zu beginnen": Dannenbergs stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Felber lobte während des ersten symbolischen Spatenstiches des neuen Reha-Zentrums der Diakonischen Einrichtungen am Donnerstag in Dannenberg, dass das Projekt "inmitten der Stadt und nicht versteckt am Rande realisiert" würde. Zuvor begrüßte Diakonie-Vorstand Bernt Renzenbrink zahlreiche Gäste aus Politik und Verwaltung. Gemeinsam griffen sieben Akteure, darunter auch Bauherr und Generalunternehmer Michael Wieczorek aus Hitzacker, anschließend zum Spaten. Wie wichtig ein solches Zentrum ist, verdeutlichen folgende Zahlen: Psychische Störungen und Erkrankungen kommen in Europa häufig vor. Eine aktuelle Studie der TU Dresden ermittelte, dass 27 Prozent der EU-Bürger pro Jahr daran erkranken. Doch nur etwa ein Viertel der Betroffenen wird auch angemessen behandelt ...
... Um einem Teil dieser Menschen helfen zu können, baut die Diakonie ein modernes Reha-Zentrum in Dannenberg.
Allerdings ist die Diakonie nur Pächter: Erstellt werden die Objekte von der Firma Wieczorek aus Hitzacker, die die Gebäude dann vermietet. Gebaut wird ein "zeitgemäßes, barrierefreies Gebäude". Ganz in der Nähe entsteht auch ein Appartementkomplex, in dem die Menschen wohnen, die im Reha-Zentrum auf ihre Wiedereingliederung ins Berufsleben vorbereitet werden.
Anlässlich des ersten Spatenstiches betonte Bauherr Wieczorek die bedeutende Rolle die Dannenberg dank der Neubauten künftig als sozialkompetentem Standort in Niedersachsen zufalle. Wie hoch nämlich der Bedarf für derartige Einrichtungen ist, lässt sich aus der Tatsache ablesen, das bereits vor Baubeginn eine lange Warteliste existiert, wie Bernt Renzenbrink mitteilte.
Pastor Klaus-Markus Kühnel verglich das zweite Objekt - der Appartementkomplex, der unweit der Reha-Werkstatt am Develang errichtet wird - mit einer Arche, die den Menschen Schutz gewähren soll. Und genau wie bei Noah sei auch für das Projekt der Diakonie "Gott der Auftraggeber" für den Bau, so Kühnel.
Einrichtungsleiter Detlef Schüler erläuterte die Ziele, die mit dem Neubau des Reha-Zentrums der REHA - Dannenberg erreicht werden sollen: "Die medizinische-berufliche Rehabilitation der REHA-Dannenberg ist eine Komplex-Leistung - ein komplexes Angebot für erwachsene Menschen mit psychischer Erkrankung, die aus Nordostniedersachsen und den angrenzenden neuen Bundesländern für 6-12 Monate nach Dannenberg kommen. Unsere Rehabilitandinnen und Rehabilitanden wollen sich eine neue Lebens- und Berufsperspektive erarbeiten, ihre Erkrankung besser verstehen und mit ihr leben lernen und ihre sozialen Kompetenzen weiter entwickeln.
Um diese Ziele mit den Rehabilitanden erreichen zu können brauchen wir ein zeitgemäßes, barrierefreies Gebäude mit Räumlichkeiten für unsere Verwaltung, für die Behandlung und Beratung sowie Werkstätten für das Arbeitstraining und die Arbeitstherapie."
Diese Räumlichkeiten werden am Dömitzer Damm in einem Gebäudekomplex realisiert.
"Unsere Anforderungen an das Gebäude sind vielfältig", berichtete Schüler weiter: "Unter einem Dach sollen arbeitstherapeutische Werkstätten für 'Arbeitsatmosphäre' sorgen, zugleich soll für ärztliche Behandlung, für Psychotherapie und Rehabilitationsberatung ausreichend 'geschützter' Beratungs- und Gruppenraum sichergestellt sein, gleichzeitig brauchen wir einen einladenden Empfangs- und Wartebereich, einen Ruhe-, und Entspannungsbereich und das Ganze auf einem ansprechend gestalteten Freigelände, auf dem sich zusätzlich auch die Wirschaftsflächen für den Arbeitstrainingsbereich Garten befinden.
Die vorliegende gelungene Bauplanung, die mit unserem Leistungsträger, der DRV Braunschweig-Hannover abgestimmt wird, berücksichtigt all diese Anforderungen und trägt somit ihren Teil dazu bei, ein sowohl förderndes als auch herausforderndes therapeutisches Milieu in der REHA-Dannenberg herzustellen", so Schüler.
Insgesamt werden 4 Arbeitstrainingsbereiche mit jeweils 6 Trainingsplätzen entstehen: eine Holzwerkstatt, eine Gartenbereich mit Gewächshaus, eine Küche mit einem Speiseraum und ein Büro für den Arbeitstrainingsbereich Büro/Verwaltung.
23.5.08
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
Grundsteinlegung für Reha-Appartements
by Dannenberg Der Bauplan, eine Beschreibung des REHA - Wohnprojektes, eine EJZ von gestern und Münzen enthält die Hülse, die gestern Vormittag in den Grundstein für das neue Appartementhaus der REHA - Dannenberg im Baugebiet Querdeich gemauert wurde. (...) Die seit 1996 bestehende Rehabilitationseinrichtung für psychisch kranke Menschen bekommt neue Gebäude, zwei Wohnhäuser mit je elf Appartements entstehen am Querdeich und am Develangring.
Grundstein für einen Neuanfang - Bauarbeiten für die Appartementhäuser für die REHA-Dannenberg haben begonnen - Andacht an der Querdeich-Baustelle
( ... ) Generalunternehmer für die 1,7 Millionen-Euro-Investition ist das Bauunternehmen Wieczorek, das auch der Investor für das Gebäude mit Therapie- und Werkstatträumen sein wird.
Seit 1996 gibt es die REHA in Dannenberg, es ist eine von sieben RPKs in Niedersachsen. Rund 300 Menschen hat sie bislang betreut, rund die Hälfte erreichte die Erwerbsfähigkeit wieder. Aufgrund baulicher Unzulänglichkeiten am bisherigen Standort auf dem Gelände des Johanniterheimes drohte der REHA allerdings vor einem Jahr der Entzug der Betriebserlaubnis. Das sorgte für reichlich Angstschweiß bei der DE und im Kirchenkreis, als Retter in der Not empfahl das Diakonische Werk daraufhin Bernt Renzenbrink als neuen Vorstand und Geschäftsführer.
Renzenbrink ist Gründer des "Senior Consulting Service Diakonie", eines Vereins ehemaliger Diakonie-Manager, der bei den DE in Lüchow - Dannenberg seinen ersten und ernsten Einsatz hatte - und dem es gelang, mehrere Geldgeber, darunter das Land und die Aktion Mensch - zu gewinnen.
Das Ergebnis der offensichtlich nun erfolgreichen Rettungsaktion - die Bewilligungsbescheide zum vorzeitigen Maßnahmebeginn waren gerade rechtzeitig eingegangen - war gestern die Grundsteinlegung im sandigen Querdeich mit einer Andacht und anschließendem Festprogramm im Ohm'schen Haus. Dass dort alle mit staubigen Schuhen saßen, wertete Dr. Christoph Künkel vom Landeskirchenamt Hannover als ein gutes Zeichen, "denn Diakonie ohne Bodenhaftung läuft in die Irre", sagte der Diakoniedezernent. ( ... ) Und Jürgen Rodewald von der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig - Hannover zeigte sich überzeugt, dass die REHA in Dannenberg ihren Auftrag inhaltlich ernst nehme und eine erfolgreiche Arbeit leisten werde.
In seinem Festvortrag legte Dr. Wolfgang Schoepffer vom Sozialministerium in Hannover das Engagement des Landes für seelisch behinderte Menschen dar. ( ... )
Dannenbergs Stadtdirektor Jürgen Meyer freute sich, dass die REHA - Dannenberg gehalten werden kann und eine Perspektive bekomme. ( ... )


