Aktuelles
"Essen auf Rädern" aus SAW
Elbe-Jeetzel-Ztg. · 19.7.2011
"Eine sinnvolle Ergänzung"
Elbe-Jeetzel-Ztg. · 12.7.2011
Therapiezentrum eingeweiht
Elbe-Jeetzel-Ztg. · 1.7.2011
"Neue Pflegedienstleitung"
Elbe-Jeetzel-Ztg. · 26.4.2011
"Voll ausgelastet - mehr ist nicht drin"
Elbe-Jeetzel-Ztg. · 8.4.2011
Presse-Archiv
Aktuelles
19.7.11
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
"Essen auf Rädern" aus SAW
Diakonische Einrichtungen übergeben Kundenstamm und Routen an den DRK-Kreisverband Salzwedel
Noch beliefern die Diakonischen Einrichtungen mit diesen Autos ihre Kunden in Lüchow-Dannenberg.
Damit ist Ende des Monats Schluss. "Essen auf Rädern" wird dann vom DRK-Kreisverband Salzwedel
übernommen.
Aufn.: R. Groß
by Lüchow.
Mit ihrem Angebot 'Essen auf Rädern' haben die Diakonischen Einrichtungen noch nie ein Plus gemacht.
Zuletzt lag das Defizit bei rund 20000 Euro, sagt Geschäftsführer Wolfgang Kraft.
Der hat nun die Reißleine gezogen, die Diakonischen Einrichtungen werden aus diesem Angebot aussteigen.
Hungern müssen die bisherigen Kundinnen und Kunden deshalb nicht. Sie werden vom 1. August an vom
DRK-Kreisverband Salzwedel täglich mit warmem Essen oder auch zweiwöchentlich mit Tiefkühlkost versorgt.
Das DRK bekommt das Essen - wie bislang auch die Diakonischen Einrichtungen - von der Firma Apetito.
Die hatte auch die Verbindung zum DRK im Altmarkkreis geschaffen, nachdem bei der Diakonie klar war,
dass man "Essen auf Rädern" endgültig einstellen wird. Kraft hätte gerne weitergemacht, hatte auch
versucht, das Angebot mit einer Juniorfirma aufrechtzuerhalten. Doch da habe das Arbeitsamt nicht mitgemacht.
Mit Festangestellten rechne sich das Ganze nicht. So hat er nun drei Kündigungen ausgesprochen,
sie treffen zwei Teilzeit-Angestellte und eine 400-Euro-Kraft. Zwei weitere Angestellte wechseln
auf andere Arbeitsplätze bei den Diakonischen Einrichtungen. Täglich waren zuletzt 31 warme Mahlzeiten
zwischen Zernien und Höhbeck, mit Abstechern nach Mützingen und Brandleben, sowie auf der Strecke
Dannenberg-Lüchow-Wustrow-Lüchow auszufahren. Dazu kamen alle 14 Tage die Fahrten mit den tiefgefrorenen
Mahlzeiten bis in den Südkreis und in die äußersten Nordwesten hinein - für 23 Kunden. Unterm Strich
waren die Kosten zu hoch, die Einnahmen zu gering.
Das DRK Salzwedel ist bislang auf dem Gebiet "Essen auf Rädern" ein kleiner Anbieter,
der wachsen will. Er übernimmt die Routen und die Kunden und wird das warme Essen - zum bisherigen Preis -
in einem speziellen Fahrzeug ausfahren, das mit einem speziellen Ofen ausgestattet ist, in dem die
Mahlzeiten erwärmt und auch warmgehalten werden.
Die Aktivitäten von DRK-Kreisverbänden enden üblicherweise
an den Kreisgrenzen, in diesem Fall haben die Salzwedeler den Segen der Lüchow-Dannenberger.
"Wir gestatten dem Nachbarverband, hier tätig zu sein, machen für ihn Werbung und sind beide glücklich",
kommentiert DRK-Kreisgeschäftsführer Matthias Hanelt. Er freut sich, dass diese Lösung gefunden wurde,
so könne das Angebot Essen auf Rädern für die ländliche Bevölkerung aufrechterhalten werden. Essen auf
Rädern sei nicht nur Verpflegung, sondern auch Kommunikation nach außen. Und für die älteren Kunden
gebe es die Gewissheit, dass sich jemand kümmern werde, wenn einmal auf das Klingeln die Haustür nicht
geöffnet werde. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialstationen hätten unlängst ein Probeessen
veranstaltet. Das Ergebnis: "Alles super", meint Hanelt. Er ist froh, dass Essen auf Rädern so dem
Landkreis erhalten bleibe.
Informationen zu diesem Angebot gibt es beim DRK-Kreisverband Salzwedel in 29410 Salzwedel, Ackerstraße 24,
und unter der Telefonnummer (0180) 5035897, die zum Ortstarif erreichbar ist.
12.7.11
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
"Eine sinnvolle Ergänzung"
Jugendwerkstatt Küsten schenkt Kindergarten und Schule ein Gewächshaus
Den symbolischen Schlüssel für das Gewächshaus überreichte Wolfgang Kraft an Schulleiterin Hildegard
Sonderhoff (links) und die Leiterin des Kindergartens, Dorothea Vesely.
lr Küsten.
Er freue sich, dass die Jugendwerkstatt das Gewächshaus in gute Hände übergeben könne, sagte der Geschäftsführer
der Diakonischen Einrichtungen Wendland, Wolfgang Kraft. Die Jugendwerkstatt will ein neues Zuhause in Zebelin beziehen.
Das Gewächshaus kann sie dorthin nicht mitnehmen, "und so ist es gut", so Kraft, "dass der Küstener Kindergarten
und die Grundschule des Ortes das Gewächshaus zu nutzen wissen."
Der Geschäftsführer sowie Bernd aus dem Bruch, Zimmermann und Beteuer in der Jugendwerkstatt,
nutzten das Sommerfest des Küstener Kindergartens für die Übergabe des Gewächshauses an seine
neuen Besitzer.
Von der Jugendwerkstatt war es 1998 gebaut worden, Bernd aus dem Bruch berichtete während des Sommerfestes, wie er das Haus damals gemeinsam mit den Jugendlichen aufgestellt hatte. Der Kindergartenleiterin Dorothea Vesely überreichte er auch den Bauplan. Hildegard Sonderhoff, Leiterin der Küstener Grundschule, betonte, dass das Gewächshaus "eine sinnvolle Ergänzung des Schulgartens sein wird." Die Kooperation zwischen Kindergarten und Schule werde vertieft. Für den Kindergarten sei dies der einstieg in ein Konzept zu einem Kindergarten-Garten, erläuterte Dorothea Vesely. Neben dem Gewächshaus dürfe man künftig auch einen Teil des alten Pfarrgartens nutzen.
2.7.11
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
Therapiezentrum eingeweiht
REHA-Dannenberg feierte auch das 15-jährige Bestehen - Soziale Dimension seelischer Erkrankungen
by Dannenberg. Erst schien die Sonne, dann stürmte und goss es, dann schien die Sonne wieder: Dieser Wetterwechsel gestern Mittag passt auch zur Geschichte der REHA-Dannenberg, einer Einrichtung zur medizinischen und beruflichen Rehabilitation psychisch kranker Menschen (RPK). Die hat in der Tat stürmische Zeiten hinter sich und kann sich mittlerweile im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen: Der letzte von insgesamt drei Neubauten, nämlich das Therapiezentrum am Dömitzer Damm in Dannenberg, ist gestern Mittag eingeweiht worden. Auf den Tag genau am 15. Geburtstag der Einrichtung. Die anderen beiden Neubauten sind die Appartmenthäuser für die 25 Rehabilitanten im Querdeich und im Develangring.
Wolfgang Kraft, Geschäftsführer der Diakonischen Einrichtungen Wendland, die der Träger ist, erinnerte gestern vor Gästen - unter anderem der Rentenversicherung, Krankenkassen, des Arbeitsamtes, der Politik und der Kirche - an die Anfänge und die stürmischen Zeiten des Jahres 2007. Als Retter wurde damals Bernd Renzenbrink vom Senior Consultingservice Diakonie gerufen, "dank dessen besonderer Begabung", so Wolfgang Kraft, das notwendige Geld für die Neubauten zusammenkam. Renzenbrink selbst zitierte angesichts der nun beendeten Neuaufstellung der Reha Friedrich Schiller - "Freude schöner Götterfunken" - und freute sich, dass Kairos, der griechische 'Gott des günstigen Augenblicks', der REHA-Dannenberg gut gesonnen war. Renzenbrink und sein Nachfolger Kraft dankte allen Unterstützern und auch den Mitarbeitenden, die einiges hätten durchstehen müssen.

Bei der Einweihungsfeier des Neubaus der REH-Dannenberg sprach auch Dr. Sebastian Stierl von der Psychiatrischen Klinik Lüneburg. Die Zuhörenden in der ersten Reihe (von rechts): Elbtalaues Samtgemeindebürgermeister Jürgen Meyer, Bernt Renzenbrink, Bauunternehmer Michael Wieczorek und Wolfgang Kraft, Geschäftsführer der Diakonischen Einrichtungen Wendland. Aufn.: Ch. Beyer
Die REHA-Dannenberg hatte zur Feier zwei Referenten eingeladen, die Grundsätzliches zur Sozialpsychiatrie und zur Arbeit der RPK's sagten. Dr. Sebastian Stierl von der Psychiatrischen Klinik in Lüneburg betonte, dass es angesichts der Verbrechen der Psychiatrie in der Vergangenheit weiter notwendig sei, die soziale Dimension seelischer Erkrankungen zu betonen. Für ihn sind Psychose-Seminare, die Betroffene, Angehörige und Fachleute zusammenbringen eine "großer Fortschritt". Dr. Stierl wünschte sich noch mehr ambulante Betreuungsmöglichkeiten mit Krisendiensten. Dass es hier mangele, habe auch die Pharmaindustrie erkannt und hoffe auf ein neues Geschäftsfeld - "ein Skandal".
Brigitte Kumbier-Jordan vom Institut für angewandte Sozialfragen in Göttingen, bezeichnete die RPK's als ein Erfolgsmodell, weil sie wohnortnah, frühzeitig und bedarfsgerecht Menschen mit psychischen Störungsbildern eine dauerhafte soziale und berufliche Teilhabe ermöglichten.
Die Nutzer seien zu 60 Prozent männlich und im Durchschnitt 30 Jahre alt, litten an Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, Phobien. In der Reha entwickelten sie eine Lebens- und Berufsperspektive, bauten ihre sozialen Kompetenzen aus, lernten ihre Erkrankung zu verstehen, sowie belastende Faktoren zu erkennen. Im Bundesdurchschnitt würden rund 50 Prozent auf den ersten Arbeitsmarkt integriert, gut ein Viertel auf den zweiten Arbeitsmarkt, ein weiteres Viertel bleibe erwerbsunfähig.
Martin Donat, Mitarbeiter der Reha, sprach als stellvertretender Landrat: Er wünschte sich, dass sich Kranke und Gesunde aufeinanderzubewegen, krankmachende Arbeitsbedingungen nicht zu akzeptieren und die Lebenswelt so zu gestalten, dass an ihr auch "dünnhäutige Menschen" teilnehmen können.
26.4.11
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
Neue Pflegedienstleitung
Beate Schumann an der Spitze der Diakonie-Pflegestation
lr Dannenberg. In der Diakoniestation Lüchow-Dannenberg hat ein Tausch auf der Leitungsebene
stattgefunden: Beate Schumann, die bisherige Stellvertreterin, übernahm von Hannelore Fröhlich-Hesse
die Leitung der Diakoniestation. Hannelore Fröhlich-Hesse, nun in Altersteilzeit, bleibt als "neue"
stellvertretende Leiterin noch bis 2015 der Diakonie erhalten.
Foto: Beate Schumann (rechts) ist neue Leiterin der Diakoniestation Lüchow-Dannenberg, Hannelore Fröhlich-Hesse, ihre Vorgängerin, ist nun ihre Stellvertreterin. Aufn.: R. Schaate
Sie stand von 2003 an der ambulanten Pflege vor. Mittlerweile werden 130 Patienten von 30 Pflegekräften betreut, die in vier örtlichen Teams (Lüchow, Dannenberg, Lemgow und Gartow) organisiert sind. Alle Frauen arbeiten auf Teilzeitbasis, da die Pflegearbeit als Vollzeitstelle zu belastbar wäre.
Hannelore Fröhlich-Hesse und Beate Schumann arbeiten seit der Gründung der Station 1995 auf dem Gebiet der ambulanten Haus-, Familien- und Krankenpflege. Beide sind ausgebildete Krankenschwestern und haben sich in einem zweijährigen Leitungskurs für die Aufgaben fit gemacht. Wie ihre Vorgängerin versieht die neue Leiterin Beate Schumann nicht nur administrative Aufgaben von Personalführung bis Qualitätssicherung, sondern bleibt als Springerin auch in der Pflege aktiv. Schließlich sehen beide Frauen in ihrer Arbeit "mehr als einen Job, es ist auch ein Stück Berufung".
8.4.11
Quelle: Elbe-Jeetzel-Zeitung
"Voll ausgelastet - mehr ist nicht drin"
Schulmensa in Lüchow: Feier nach einem erfolgreichen Jahr - An Schultagen weit über 100 Gäste
Bild: Zur Feier des Tages gab es Gegrilltes und mehr - sogar die stellvertretende Mensa-Leiterin Christine Born griff selbst zur Kelle:
Die Schulmensa in Lüchow hat gestern nach ihrem Neustart auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurückgeblickt.
Aufn.: J. Feuerriegel
gel Lüchow.
Als die Schulmensa in Lüchow vor fast genau einem Jahr unter neuer Regie einen Neustart wagte, hob sie
zu einem Blindflug ab. Die Erfahrungen aus dem ersten Anlauf waren deprimierend.
Es gab Tage, da hatte der ehemalige Betreiber gerade mal fünf warme Mahlzeiten verkauft.
Welch Kontrast ein Jahr später. Wolfgang Kraft sitzt mit einem Lächeln im Gesicht in der Mensa uns sagt:
"Eigentlich müssten wir erweitern."
Kraft ist Geschäftsführer der Diakonischen Einrichtungen Wendland,
die mit ihrer Jugendwerkstatt Küsten die Schulmensa in Lüchow betreiben. Und die schreibe zumindest eine
schwarze Null, wie es im Geschäftsdeutsch heißt. Und das genügt. Denn das Mensa-Projekt ist nicht
gewinnorientiert, sondern will vor allem sozial benachteiligte Jugendliche, die Schwierigkeiten auf dem
Arbeitsmarkt haben, für diesen fit machen. Einerseits. Andererseits müssen die Lüchower Ganztagsschulen
ein Mensa-Angebot vorhalten. Beides ist offenbar gelungen. Wie heißt es so schön neudeutsch: eine
win-win-Situation.
Weit über 100 Schülerinnen und Schüler frequentieren an Schultagen die Mensa, weiß
Wolfgang Kraft. So würden im Schnitt 70 Essen im Tag herausgegeben und zusätzlich Brötchen und Snacks.
Und die Helfer der Jugendwerkstatt, die wochentags zwischen 9 und 14 Uhr kochen und bedienen, "profitieren
alle davon", weiß Elke Frey, die Leiterin der Werkstatt. Rund 20 Jugendliche seien so mit mehr Zuverlässigkeit
und Selbstständigkeit erfolgreich an den ersten Arbeitsmarkt oder überbetriebliche Ausbildungen herangeführt worden.
Das Konzept sei mit finanzieller Hilfe der Agentur für Arbeit und der N-Bank aufgegangen, sagt Elke Frey.
Die einjährige Erfolgsgeschichte der Lüchower Schulmensa war gestern Anlass für eine kleine
Feier. Das Wetter spielte mit: So gab es sogar im Freien zusätzlich Gegrilltes im Angebot, zudem alkoholfreie Cocktails
zum Jubiläumspreis. In den großen Pausen spielten die Rockband-Klasse der Realschule Lüchow und 'Maggy Lu' vom Gymnasium.
Die Schulmensa ist also an die Grenzen ihrer derzeitigen Möglichkeiten gestoßen. Knapp über 60 Sitzplätze stehen zur Verfügung.
"Wir könnten mehr umsetzen, wenn wir mehr Plätze hätten", sagt Wolfgang Kraft. Man sei so aber "voll ausgelastet - mehr ist
nicht drin". Zudem betreibt die Mensa eine Cafeteria in der Realschule sowie einen Kiosk im Gymnasium. In den Berufsbildenden
Schulen sei ebenfalls noch ein Kiosk geplant.
Reibungspunkte gab es offenbar mit dem Gaststättenverband. Zum einen, weil die Jugendlichen über Ein-Euro-Jobs qualifiziert
werden. Doch da habe der Gaststättenverband sogar zugestimmt, erzählt Elke Frey. Schließlich mache die Jugendwerkstatt die
Jugendlichen so für den Arbeitsmarkt fit, von dem die Branche dann auch profitiere. Zum anderen gab's und gibt's Bedenken
wegen der Konkurrenzsituation. Doch Wolfgang Kraft unterstreicht: "Wir treten nicht in Konkurrenz zu den Gewerbetreibenden."
Schließlich biete man kein öffentliches Angebot, sondern nur eines für den Schulbetrieb. Man passe auf, dass das nicht
missbraucht werde, sagt Kraft. Zudem seien die Ganztagsschulen sogar verpflichtet, eine Mensa vorzuhalten.


